10000 zusätzliche BTC Full Nodes

Heute gibt es ja so ca. 10000 BTC Full Nodes. Es wäre kein großer Aufwand (zeitlich und finanziell) die Anzahl mit „feindlichen“ FullNodes zu verdoppeln die dann nach ihren eigenen Regeln arbeiten. Warum stellt dies keine Gefahr für das Netzwerk da?
Leider verstehe ich die Aufgaben der FullNodes noch nicht vollständig um mir diese Frage zu beantworten.

Es müssten auch die Miner nach den feindlichen Regeln arbeiten und die Mehrheit aller Transaktionen darüber laufen. Das könnte also nur jemand machen, der:die damit fast niemanden außer sich selbst anzugreifen hätte.

Naja …angenommen jemand kauft jetzt 10000 Nodes und installiert eine Software, die nach anderen Regeln spielt als das übrige Netzwerk.
Was würde mit BTC passieren? Nichts… der Angreifer wäre einfach in seinem eigenen Netzwerk, das nichts mit BTC zu tun hätte :slight_smile:

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@renna

Könnte eine Person mit 51% der Nodes z.B. Taprot erzwingen obwohl das 49% der anderen dezentralen Nodes nicht möchten?

EDIT:
Sollten die Miner dagegen sein

Nein, könnte sie nicht :slight_smile:

Ich verstehe was du meinst, um sich gegen die Miner durchzusetzen braucht man einen viel höheren Konsens. 90 %, da es ansonsten wieder zu einem Fork kommen könnte.

Wenn nun ein Raspiblitz 200 € Kostet und sagen wir mal, dass wir Weltweit 20.000 Nodes haben bräuchte ein Angreifer über 100 K Nodes.

100.000,- € x 200 € = € 20.000.000,-

Das würde bedeuten, dass ein möglicher Angreifer um die € 20.000.000 - € 30.000.000 benötigt um das Node Netzwerk zu übernehmen?

Ich hoffe ich liege damit falsch.

Angenommen ein Angreifer macht sich morgen 1000000000000000 Nodes und sagt z.B Blöcke sind 100MB groß.
Welchen Einfluss hätte das auf Bitcoin?

…keinen :smiley:

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er würde in seiner eigenen Node-Blase das Netzwerk übernehmen, aber das juckt im echten Netzwerk niemand. Wäre das dann eine Art „Fork“ ?

Die Anzahl der Nodes ist nicht der entscheidende Punkt.
Die Nodes müssen auch für das BTC-Netzwerk Relevanz haben - heißt, sie müssten auch benutzt werden usw.
Also können nur wirkliche / echte Teilnehmer des Netzwerkes (in Form von Full-Nodes) einen Useractivated-Softfork anstoßen.

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Hallo an Alle,

ich mache mir auch schon länger Gedanken zu diesem Thema und habe, glaube ich verstanden, warum es keinen Sinn macht, einfach nur möglichst viele Full Nodes zu betreiben. Das bringt einem nicht mehr Macht im Netzwerk.

ABER hat die Full Node eines großen Unternehmens, das regelmäßig große Mengen an Bitcoin über seine eigene Node sendet und empfängt nicht irgendwie mehr Stimmrecht als die Node einer Privatperson über die nur eine Handvoll Transaktionen im Monat laufen?

Hier ein GEDANKENEXPERIMENT dazu:

Einige große, finanzkräftige Unternehmen und vielleicht noch der ein oder andere Staat tun sich zusammen, richten jeweils alle eine Full Node ein und schicken sich dann ständig immer wieder untereinander große Summen an Bitcoin zu. Wenn sie es rein theoretisch schaffen würden, für mehr als 50% aller transferierten Werte im Netzwerk verantwortlich zu sein, hätten sie quasi die Macht, Änderungen durch zu drücken. Denn sollten sie z.B. eine größere Blocksize einführen wollen, würden die Miner mitziehen. Denn Miner müssen am Ende des Tages wirtschaftlich denken, und wenn sie sehen, dass nach dem Fork das meiste Geld in der neuen Chain unterwegs ist, werden sie sich für diese entscheiden und mitziehen?!
Es ist nach meinem Verständnis nicht die Anzahl der betriebenen Nodes entscheidend, sondern wie viel Geld über sie läuft. Und nochmal weiter gedacht ist das doch nicht weit entfernt von einem Proof of Stake wo der mit der meisten Kohle gewinnt (einfach ausgedrückt)?!?

Ich hoffe mein Gedankengang ist nachvollziehbar. Wo genau liegt mein Denkfehler oder was habe ich hier noch nicht richtig verstanden?

Lg,
Ninto

Nein, hat sie nicht.
In der Folge passt deshalb auch der Gedankengang nicht.

Die Miner validieren. Wie oben geschrieben hat die Anzahl der Full-Nodes keine Auswirkung auf die Macht einer Entität. Das Netzwerk entscheidet welche Software es laufen lässt.

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Kann bitte jemand verständlich erklärer, warum die Miner nicht mitziehen würden: Zukunftsszenario: Blockreward ist nahe 0 und die Miner finanzieren sich nur noch über die Transaktionsgebühren.

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Warum sollten die Miner zu einem neuen System ziehen? Beziehungsweise warum sollten die User folgen?
Wenn keine User dem Fork folgen, wird die neue Währung keinen Wert haben, folglich wird die Fork für Miner uninteressant sein.

Eine größere Blocksize gefährdet die Denzentralität des Netzwerkes und ist somit nicht im Interesse der User.

Die Transaktionsgebühren werden dagegen ausreichend groß sein, um die Wirtschaftlichkeit der Miner aufrecht zu erhalten. Somit ergibt sich keine Notwendigkeit für einen neuen Konsens.

Imho unterschätzen viele die Kraft, die aus der Netzwerkgröße von Bitcoin resultiert.

Mein Szenario ist ja, das ein paar wenige Entitäten den Großteil aller Bitcoin halten.
Wenn also keiner von uns Normalo-Usern (was Millionen und irgendwann vielleicht mal Milliarden von Menschen sind) dem Fork folgt, kann das den Minern doch trotzdem egal sein, solange die paar wenigen Entitäten, die den Großteil aller verfügbaren Bitcoin halten, in das neue Netzwerk wechseln?!
Wollen die Miner nicht für das Netzwerk arbeiten, für das sich die Leute mit dem meisten Geld/Bitcoin entscheiden?

Das Einzige, wo ich gerade einen Gedankenfehler bei mir sehe ist, dass die Transaktionsgebühren (über die Miner in Zukunft fast ausschließlich Geld verdienen werden) nicht abhängig von der Höhe der Transaktion ist. Wichtiger für die Miner ist die Menge an Transaktionen in einem Netzwerk.
D.h. eine Handvoll Entitäten die fast alle Bitcoin besitzen werden am Ende des Tages trotzdem nicht so viele Transaktionen durchführen, wie die Millionen/Milliarden von Users die sich gegen den Fork entscheiden, auch wenn diese nur einen Bruchteil aller existierenden Bitcoin halten. Und da mehr Transaktionen besser ist fürs Geschäft bleiben die Miner und wechseln nicht. Liegt da mein Denkfehler?

Hallo Ninto,

ich denke auch, dass die Miner der Fork folgen, wo sie die meisten Gewinne erwirtschaften können.
Also sie werden dem Fork folgen, der auf lange Sicht mehr Transaktionsgebühren erwirtschaftet.